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Metamorphosen des Schlosses Fürstenstein

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zur Ausstellung

Ausstellung "Metamorphosen des Schlosses Fürstenstein"

Jeder, der die Geschichte von Schloss Fürstenstein kennt, weiß sicher, dass das Objekt mehrfach den Eigentümer gewechselt hat. Es wurde oft nach der Vorstellung des jeweiligen Besitzers umgebaut oder in Kriegen, die Schlesien überrollten, zerstört. Keiner der geschichtlichen Stürme war jedoch für das Anwesen so zerstörerisch wie derjenige, der von totalitären Hitler- und Stalin-Regimen entfacht wurde. Nach dem 2. Weltkrieg verblieben in der Schlosssammlung nur wenige wertvolle Gegenstände und sogar das, was es zu erhalten gelang, wurde in den nächsten Jahren gestohlen, als sich niemand außer Plünderern für Fürstenstein interessierte.

CObwohl das Schloss immer durch seine imposante Konstruktion und Größe begeisterte, verleiteten seine nach den Weltkriegen verlassenen Räumlichkeiten zur Reflexion über den vergangenen Reichtum dieses Ortes. Die Hochbergs, die mehr als 400 Jahr lang im Schloss herrschten, schafften hier eine Büchersammlung, die über 64 Tsd. Volumina umfasste sowie eine wunderbare Sammlung verschiedener Kunstwerke. Das Schloss Fürstenstein sollte schließlich zum ‚schlesischen Helikon, dem Blüteort der Künste und Wissenschaften werden‘ (nach Beata Lejman, Metamorphosen des Schlosses Fürstenstein). Das wurde es erneut im Juli 2015.      

Die Ausstellung „Metamorphosen des Schlosses Fürstenstein” ist eine gemeinsame Initiative des Nationalmuseums Breslau und des Unternehmens Zamek Książ w Wałbrzychu, dank der in den ehemaligen Sitz der Piasten und Hochbergs nach mehr als 70 Jahren Gemälde zurückkehrten, die einst die Schlosssäle schmückten. Das Vorhaben gilt als ein Präzedenzfall in Polen, da sage und schreibe 40 Kunstwerke aus der Sammlung des Nationalmuseums Breslau in die Schlossgemächer zurückkamen. Unter den ausgestellten Gemälden stammen zehn aus der ehemaligen Sammlung der Hochbergs, vier stellen Portraits von Vertretern des Adelsgeschlechts aus dem 18. Jahrhundert dar und die übrigen fügen die Besitzer von Fürstenstein in das dramatische Panorama der Geschichte Schlesiens hinein.

Die Eröffnung der Ausstellung am 11. Juli 2015 gilt als das wichtigste Ereignis in der Nachkriegsgeschichte vom Schloss Fürstenstein

Trakte
Ausstellungen

Zurzeit kann die Ausstellung Metamorphosen des Schlosses Fürstenstein” auf dem Barocken und Mittel-Trakt bewundert werden. Die Auswahl, Anordnung und die wunderbaren Schilderungen der Werke erlauben, das Schloss nicht nur als Objekt von außerordentlichem Reichtum architektonischer Formen, sondern auch als „Ort mit Seele“ kennenlernen. Über die Jahrhunderte waren verschiedene künstlerische Konzepte mit wissenschaftlichen und philosophischen Gedanken verflochten. Wir laden Sie auf eine außergewöhnliche Reise ein! Besuchen Sie das Schloss Fürstenstein und die Ausstellung.

1. Barocker Trakt

Der Barocke Trakt, auch der Begrüßungstrakt genannt, erlaubt den Besuchern, die repräsentativen Schlosssäle kennenzulernen. Weswegen wird der Eingang auf den Ehrenhof von Löwen gehütet und warum werden auf den Sockeln die Gestalten von Apollos und Diana exponiert? Welche Szenen und Inhalte werden von den steinernen Figuren dargestellt, die sich an den Ajour-Balustraden befinden? Durch die Entdeckung der in den Kunstwerken kodierten Bedeutungen erfahren wir, welch große Bedeutung für Konrad Ernst Maximilian von Hochberg die Veränderungen während des barocken Umbaus des Schlosses hatten. Genau zu dieser Zeit, in den Jahren 1722-1732, wurde der Piasten-Turm in drei Flügel gefasst, von denen der Ostflügel eine elegante Fassade bekam, dem der märchenhafte Ehrenhof vorangeht. Inspiriert durch die Metamorphosen von Ovid (von denen der Name der gesamten Ausstellung stammt), gelang es dem Hochberg, die Säle Fürstensteins mit einer außergewöhnlichen Symbolik zu füllen; die Besichtigung dieses Teils der Ausstellung ist somit reich an wunderschönen Mythen und interessanten Anekdoten, die nicht nur unterhaltend, sondern auch lehrreich sind. 

Der Barocke Trakt verläuft über:
den Saal der Metamorphosen, in dem wir Gemälde aus der Kollektion des letzten Herrn auf dem Schloss, Hans Heinrich XV., des Ehemanns der legendären Fürstin Daisy, bewundern können;
den Grünen Salon, in dem die Portraits der Vertreter des Adelsgeschlechts Hochberg hängen;
den Maximiliansaal, der besterhaltene repräsentative Palastsaal Schlesiens, in dem neben den wunderbaren Flachreliefs, Marmorierungen und Vergoldungen als eine wahrhafte Perle das Deckengemälde von Felix Anton Scheffler gilt, das den Besuch von Athene im Sitz der Musen auf dem Helikon darstellt;
den Weißen Salon, der mit Werken geschmückt ist, die den einstigen Lebensstil der Hochbergs nahebringen;
den Orientalen Saal, der nach der Änderung der Exposition zum fürstensteinischen Fenster zur Welt wird;
den Spielsalon, mit seiner Dekoration, die an den Zeitvertreib der einstigen Aristokratie erinnert, aber auch der für das heutige Schloss eine wichtige Unterrichtsfunktion durch Spiel und Kunst erfüllt;
den Italienischen Salon, dessen Name und Ambiente an die Faszination der Hochbergs für Italien erinnern. 

2. Der Mitteltrakt

Der Mitteltrakt befindet sich in dem ältesten Teil des Schlosses, der aus dem Mittelalter und der Renaissance stammt. Die im Konradsaal präsentierte „Berühmtheiten-Galerie” fügt sich in die Geschichte Europas und der hiesigen internationalen Beziehungen ein. Die Touristen stehen hier Auge in Auge den Vertretern machtvoller Dynastien gegenüber, die nicht nur Einfluss auf die Geschichte Schlesiens, sondern auch des gesamten Kontinents hatten. 

Obwohl der Mitteltrakt auch den Jagdsaal und den anliegenden internen Schwarzem Hof sowie den Rittersaal umfasst, wurden im Konradsaal wunderbare Werke aus dem Nationalmuseum Breslau gesammelt. Im Rahmen der Ausstellung „Metamorphosen des Schlosses Fürstenstein” wurde hier die „Berühmtheiten-Galerie” erschaffen, die an die Traditionen des römischen Reichs und an die Gründungslegenden der Přemysliden, Piasten, Habsburger und Hohenzollern anknüpft. Die Geschichte Fürstensteins und der herrschenden Familie Hochberg kennenzulernen ist nämlich ohne Einordnung des Schlosses und der Region in der Welt unmöglich.   



Denken Sie bitte daran, dass im Ticketpreis für die Schlossbesichtigung der Eintritt ins Palmenhaus und in die Ausstellung "Metamorphosen des Schlosses Fürstenstein" enthalten sind (außer Tickets für das spezielle Angebot wie z. B. die nächtliche Besichtigung).

Einzug
Alarichs in Rom