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11 07 2015

Ausstellung "Metamorphosen des Schlosses Fürstenstein"

Endlich! Nach 70 Jahren kehren Gemälde, die vor 1942 im Schloss hingen, zurück und das Schloss selbst füllt sich mit Ausstellungsstücken, die seine unglaubliche Geschichte bezeugen. All diese Werke können Sie bereits in der Ausstellung Metamorphosen...

Endlich! Nach 70 Jahren kehren Gemälde, die vor 1942 im Schloss hingen, zurück und das Schloss selbst füllt sich mit Ausstellungsstücken, die seine unglaubliche Geschichte bezeugen. All diese Werke können Sie bereits in der Ausstellung Metamorphosen des Schlosses Fürstenstein sehen.
Die Ausstellung wurde vom Nationalmuseum Breslau auf Schloss Fürstenstein in Wałbrzych vorbereitet.Ohne Zweifel ist das das wichtigste Ereignis in der Nachkriegsgeschichte vom Schloss Fürstenstein! Nach ein paar Jahrzehnten kehrten die Gemälde aus der ehemaligen Sammlung Hans Heinrichs XV. von Hochberg und seiner Ehefrau Fürstin Daisy zurück. Insgesamt können wir auf Fürstenstein schon heute sage und schreibe 38 Gemälde bewundern, die aus der Sammlung des Nationalmuseums Breslau stammen und ausgewählt wurden, um die Schlosssäle zu schmücken. 

Die Ausstellung „Metamorphosen des Schlosses Fürstenstein” setzt sich aus drei Teilen zusammen - erklärt Dr. Beata Lejman, Kustodin des Nationalmuseums Breslau, Kuratorin der Ausstellung: „Wir beginnen mit der Präsentation in dem sog. Ausstellungssaal, wo wir u.a. eine Szene aus den ‚Metamorphosen‘ von Ovid, in der Pan die Nymphe Syrinx verfolgt und einen Bilderzyklus von Stephan Kessler, der das biblische Gleichnis des verlorenen Sohns darstellt, zeigen. Der zweite Teil der Ausstellung wird in den repräsentativen Sälen im ersten Stockwerk (Barocker Trakt) gezeigt, die von Werken geziert sind, die sich in das inhaltliche Programm einfügen, das im 18. Jh. von den von Ernst Maximilian von Hochberg eingestellten Künstlern erschaffen wurde. Wir sehen dort Portraits, Stillleben, mythologische und allegorische Darstellungen, Tier- und Landschaftsmalerei. Der nächste Teil der Ausstellung wird im Konradsaal gezeigt, wo wir die Berühmtheiten-Galerie kreieren. Dort kann man dann die Portraits der legändern Herrscher aus dem Geschlecht der Přemysliden und der Piasten sehen, die das kulturelle Fundament Schlesiens gelegt haben. Die Beziehungen der Hochbergs zu den Habsburgern und Hohenzollern werden vor dem Hintergrund des für die feudale Epoche wesentlichen kaiserlichen Mythos bis zu seinem totalitären Ende im 20. Jh. projiziert.“

Ab dem 11. Juli 2015 (bis 2019) ist die Ausstellung „Metamorphosen des Schlosses Fürstenstein” für Touristen im Rahmen der Besichtigung von Schloss Fürstenstein offen (Ticketpreise für das Schloss finden Sie [hier]

In der Ausstellung sind 38 Gemälde und 2 Skulpturen aus der Sammlung des Nationalmuseums Breslau zu sehen. Unter ihnen befinden sich 10 Gemälde aus der Hochberg’schen Sammlung, 4 barocke Portraits von Familienmitgliedern aus verschiedenen Abstammungslinien sowie andere Arbeiten, die gewählt wurden, um die Schlossinnenräume zu schmücken. Die Vorbereitungen für die Eröffnung der Ausstellung dauerten viele Monate, da entsprechende Präsentationsbedingungen für die wertvollen Kunstwerke geschaffen werden mussten, die präzise aus konservatorischer Sicht definiert wurden und sämtliche Sicherheitsnormen erfüllen müssen. Hinzuzufügen ist, dass es sich erst um die erste Phase der Metamorphosen des Schlosses Fürstenstein handelt!  

Obwohl wir heute von ein paar Dutzend Kunstwerken sprechen, die wir öffentlich in den Räumen dieses bezaubernden Schlosses präsentieren möchten, sind wir uns alle bewusst, dass es sich hier um eine Art Durchbruch handelt. Um die Worte von Neil Armstrong aus der Besatzung von Apollo 11 umzuwandeln, kann ich sagen, dass das nur ein kleiner Schritt für unser Museum, aber ein großer Schritt für die Museologie ist – meint Dr. habil. Piotr Oszczanowski, Leiter des Nationalmuseums Breslau. Die Mission des Museums ist vor allem das Sammeln und Sichern künstlerischen Erbes. Hinzu kommen die konservatorische Pflicht, die wissenschaftliche Bearbeitung und schließlich das Öffentlichmachen. Als eine weitere besondere Pflicht behauptet sich heute  neben dem Schutz des künstlerischen Reichtums immer mehr die Bereitschaft, diesen Reichtum mit anderen zu teilen. Selbstverständlich nicht im materiellen Sinne, sondern als Mitverantwortung für das Propagieren und Öffentlichmachen von Kunst. Ein Kunstwerk erlangt erst dann seinen ursprünglichen Wert zurück, wenn es bewundert wird und wenn wir einen Zugang dazu gewinnen.

Das Projekt ist für Schloss Fürstenstein ein historisches Ereignis – meint Krzysztof Urbański, Vorstandsvorsitzender der Firma Zamek Książ w Wałbrzychu Sp. z o.o. Es ist keine Übertreibung zu sagen, dass es in Polen einen Präzedenzfall darstellt. Ich möchte mich herzlich vor allem bei Herrn Prof. Oszczanowski bedanken, der von Anfang an dieses Projekt geleitet hat, Frau Dr. Lejman, die als Kuratorin der Ausstellung unsere Idee zu verwirklicht hatte, und vor allem bei den engagierten Mitarbeitern des Museums und des Schlosses. Der Vertrag vom 8. April steht nur für die erste Phase der Metamorphosen des Schlosses Fürstenstein! Wir haben bereits viele Ideen für die Fortführung  dieses Projekts und die weitere Bereicherung des Angebots von Fürstenstein. 

Ein enormes Engagement zeigten auch die Mäzenen des Schlosses Fürstenstein, PGNIG Obrót Detaliczny und Śnieżka-Invest, die von Anfang an die Initiativen und das kulturelle Wachstum des Schlosses unterstützen. Danke!